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Der Kick, nicht beim Betrug erwischt zu werden, ist manchen Menschen offensichtlich enorm wichtig.

Ein Mann brüstet sich mit seinem »Gewinn« und dem »Erfolg«, den er dank seiner skrupellosen Masche hatte. Der Nebeneffekt interessiert ihn nicht. In diesem Fall erlitt ein älterer Herr einen gewaltigen Schock.

sick street photography money gf77059ee7 1920Doch das ist solchen Menschen egal, für sie zählt der Faktor »schaffe ich es, jemandem Geld abzuknöpfen und nicht erwischt zu werden?« Und der Kick, den sie dabei verspüren, ist das Highlight an der Sache.

In diesem Fall betraf es meine eigene Familie, sprich meinen Vater, der mich vor wenigen Tagen völlig aufgelöst anrief. Er fragte mich, ob es sein könne, dass meine Tochter einen Unfall mit Todesfolge verursacht habe. Da sich meine Tochter mit der Oma gerade in Italien aufhielt (nicht im Auto!), konnte ich ihn beruhigen.
Was er mir dann erzählte, war mir nicht neu, denn ich hatte genau über einen solchen Fall für »Mords-Goschn« recherchiert. Und obwohl man darüber in der regionalen Zeitung liest, denkt man immer: Mich betrifft es nicht.
Aber so schnell kann sich das ändern!

Kurz zusammengefasst:
Ein Mann, der vorgab, ein Polizeibeamter des Wohnorts meiner Tochter zu sein, meldete sich telefonisch bei meinem Vater, der in einem anderen Landkreis lebt. Wie der Betrüger auf die Verbindung kam, ist mir unklar und etwas unheimlich. Er behauptete, dass meiner Tochter zehn Jahre Gefängnis drohen würden. Eine Kaution würde dafür sorgen, dass sie zumindest vorübergehend in Freiheit bliebe.

Nachdem er zusätzlich die Handynummer meines Vaters erfragt hatte, rief auf dieser Nummer ein angeblicher Anwalt an und erkundigte sich, was mein Vater an Bargeld da hätte. Im Hintergrund weinte ein Mädchen nach dem Opa.
Eine bodenlose Hinterhältigkeit!
Die jeden verunsichert und abgelenkt hätte, sodass man weiter Auskünfte gibt, während die Gedanken wie wild im Kopf kreisen und man verzweifelt nach einer Lösung sucht.
Da mein Vater zu intensiv nachfragte und keinen für das Trio interessanten Geldbetrag zuhause hatte, legten die Anrufer schließlich auf.

Nach einem Sicherheitsanruf bei meiner Tochter und dem beruhigenden Bescheid an den Opa, informierten wir die Polizeidienststellen der betroffenen Wohnorte. Und erfuhren, dass der Traunsteiner Inspektion an diesem Tag bereits 30 solcher Vorfälle gemeldet worden waren.

Leute, was ist los mit euch, dass ihr eure Energie nicht in eine legale und ehrbare Arbeit einbringt? 
Schamts eich denn gar ned? Schämt euch! Oder shame on you! Was auch immer!
Ältere Menschen so zu erschrecken! Es gibt Betroffene, die dabei Herzinfarkte erleiden. Ich bin wirklich ein friedliebender Mensch, aber euch wünsche ich einiges an den Hals, das euch das Leben schwer macht.

Liebe älteren Mitbürger, seid vorsichtig und fragt selbst bei einer Person eures Vertrauens nach oder ruft eure Polizeidienststelle an, bevor ihr Auskünfte oder sogar Geld hergebt. Wenn möglich, lasst in eurem Telefon die unterdrückten Telefonnummern blockieren.

Und liebe Kinder, Enkelkinder, Nichten, Neffen und Co.: Klärt eure Eltern, Omas und Opas, Tanten und Onkel über diese Betrugsmasche auf – die kommt schneller als ihr denkt auch in eure Nähe – und erspart ihnen einen so gemeinen Schockmoment.
Vielen Dank!

Das war jetzt ein böses Thema vor den Osterfeiertagen, es tut mir leid, doch ich musste mir Luft machen und euch zugleich warnen.

Aber nun wünsche ich euch von Herzen erholsame und friedliche Tage, 
eure Moni

Ostergesteck


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