Bin ich nicht ausgelastet?

Zwei Jobs, Familie, Haus, mit drei Genres als Autorin am Start? Doch eigentlich schon, muss ich offen zugeben. Aber ein bisserl was geht noch.

Aber ich bin sooooo neugierig.

Diese Charaktereigenschaft besitzen viele Menschen. Mir geht es jedoch nicht darum, dass ich wissen möchte, was dieser oder jener tut, hat, sagt usw. im Sinne von Klatsch.
Ich bin neugierig auf die Welt: Das bezieht sich auf Menschen – wie sie ihr Leben meistern – auf Landschaften – die so ganz anders sind, als ich sie kenne – und auf Dinge, die ich noch nie gemacht habe. Ich gehöre nicht zu denen, die unbedingt gefährlich leben müssen, allerdings kann man auch in größtmöglicher Sicherheit Erlebnisse und Spaß haben.
Spaß, der für mich persönlich schnell aufhört, wenn ich auf hohe Gebäude muss. Seltsam ist dabei, dass Fliegen oder Ballonfahren von meiner Höhenangst gar nicht beeinträchtigt werden.

In den letzten Jahren sind einige neue Erfahrungen dazugekommen: Seit 2012 habe ich sechzehn Bücher und zwei Kurzgeschichten veröffentlicht, Videos und Buchtrailer gedreht (natürlich nicht allein), Blogs geschrieben, für die Recherche das Rafting und einen Line Dance Workshop ausprobiert und ich war erstmals Aussteller auf der BuchBerlin.

Bei meinem aktuellen Erlebnis war ich beim Radio zu einem Interview eingeladen. (Den Link zum Interview findet ihr weiter unten.)
Radio Regenbogen ist ein kleinerer Sender in Rosenheim, dessen Beiträge in anderen Programmen gestreut werden. Es gibt ein Bürgerradio – hier werden die Mitglieder meines Autorenstammtisches noch Themen rund um das Autorenleben erörtern – Kultur und Musik, Büchervorstellungen und vieles mehr.
interview radio regenbogen 1024
An einem Freitagmittag besuchten mein Mann und ich also die Redakteurin Julia Witte, die mich – die gespaltene Persönlichkeit – zu meinen verschiedenen Schreib-Taten befragte. Warum ich unter diesen beiden Pseudonymen arbeite, wollen viele wissen, so auch Frau Witte. Nun, die Intention und die Art des Schreibens sind beim Romantikthriller ganz anders als bei den Fantasyromanen oder den Kurzgeschichten. Wichtig ist mir beides, und die Abwechslung bereitet mir jedes Jahr, sobald ich ein Buch auf den Weg gebracht habe, große Freude, weil ich nämlich dann endlich wieder mit meinem Alter Ego in die andere Welt eintauchen darf.

Doch wie kann ich mich für ein Interview zusammenfassen? Wie kann ich das Kuddelmuddel in mir und in meinem Leben erklären? Vor allem, wenn mir die für mich typische Nervosität wieder einen kleinen Strich durch die Rechnung macht. Und kaum ist das Interview vorüber, fällt mir immer ein, was ich eigentlich hätte sagen wollen.

Katie S. Farrell schreibt Romantikthriller und verarbeitet aktuelle Themen und Reisen in den spannenden Krimiszenen ebenso, wie Romantik und Leidenschaft in knisternden Liebesszenen.
Ainoah Jace schreibt Fantasy in erfundenen Welten über Helden, die sich überwinden müssen, um siegen zu können und die Liebe zu finden. Dabei spielt die Nähe zu Natur und was wir dieser antun eine bedeutende Rolle.
Monika Nebl schreibt, seit ihre Kinder auf der Welt sind, um auf diese Weise Entspannung in Geschichten zu finden, in denen sie träumen kann. Und weil sie weiß, wie viele heute in der hektischen Zeit solcher Träume und Ruhephasen bedürfen, veröffentlicht sie diese Storys. Sie hat aufgrund ihrer Neugierde unglaublich viel Spaß bei der Recherche, die ihr – egal, ob für Fantasy oder Thriller – wegen der Authentizität sehr wichtig ist.

So könnte man »mich drei« vielleicht zusammenfassen.

Aber – wie gesagt – alles ist neu: Das gemütliche Studio, meine nette Interviewerin, und ich möchte viel erzählen. Wie lange habe ich Zeit, was ist das Wichtigste? Ja, ich erfinde meine Welten und viele Wesen selbst. Ein Beispiel? Äh, wie hießen die gleich nochmal? Leere im Hirn breitet sich aus wie in der Schule an der Tafel. Ich dachte, über diesen Punkt wäre ich nach den Lesungen im letzten Jahr tatsächlich hinausgewachsen. Ein dicker Seufzer an dieser Stelle. Doch mit den Minuten und Fragen werde ich allmählich lockerer, die »ähms« nehmen ab, und dann ist es auch schon vorbei. Am Foto von Frau Witte und mir könnt ihr sicher sehen, dass wir Spaß hatten.

Jetzt hört mal rein, wie sie, der Profi, unsere Unterhaltung geschnitten und zusammengefasst hat, so dass es für die Zuhörer (hoffentlich) interessant ist.

Hier geht’s zum Podcast Interview

Eure Katie


Leseproben zu meinen Büchern findet ihr in den vorigen Blogeinträgen und auf meiner Facebookseite Katie S. Farrell, Autorin.
Likes, Kommentare und Weiterempfehlungen über social media oder direkt auf der Seite sind mir sehr lieb.

Suche